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Zwei Jungen klettern über euínen großen Zaun


| Rechtsgrundlagen

Dem Gedanken der Barrierefreiheit liegt das Postulat des Grundgesetzes nach Gleichbehandlung zugrunde. So hält Artikel 3 Abs. 3 GG unumstößlich fest, dass niemand wegen einer Behinderung benachteiligt werden darf.


Grundgesetz

Auch die EU hat die besondere Bedeutung des Benachteiligungsverbotes unterstrichen: Mit Datum vom 27. November 2000 hat sie die EU-Richtlinie "zur Festlegung eines allgemeinen Rahmens für die Verwirklichung der Gleichbehandlung in Beschäftigung und Beruf" erlassen. Die Richtlinie soll Menschen mit Behinderungen unter anderem vor Diskriminierung in Arbeit und Beruf schützen.


EU-Richtlinie

Der deutsche Gesetzgeber hat mit dem Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen (BGG) einen Ansatz geschaffen, mit dem Menschen mit Behinderungen auch am Internet in gleicher Weise wie Nichtbehinderte partizipieren sollen: die Barrierefreiheit. Das BGG ist am 1. Mai 2002 in Kraft getreten. Es enthält die rechtlichen Grundlagen zu den Anforderungen an eine barrierefreie Homepage. Wichtig für die Gestaltung einer Internetseite ist dabei vor allem § 11 BGG nach dem Träger öffentlicher Gewalt verpflichtet sind, ihre Internetauftritte so zu gestalten, dass sie von Menschen mit Behinderungen grundsätzlich uneingeschränkt genutzt werden können. Darüber hat sich die Bundesregierung verpflichtet, durch Zielvereinbarungen darauf hinzuwirken, dass künftig auch gewerbliche Anbieter ihren Internetauftritt barrierefrei gestalten.


BGG

Konkretisiert wird das BGG für das Internet durch die Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik nach dem Behindertengleichstellungsgesetz (Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung - BITV) vom 17. Juli 2002. Die BITV regelt vor allem den sachlichen Geltungsbereich der Verordnung, die einzubeziehenden Gruppen von Menschen mit Behinderungen und die Umsetzungsfristen bei der Gestaltung. Sie basiert auf den technischen Standards der Web Content Accessiblility Guidelines 1.0 (WCAG 1.0) aus dem Jahr 1999, welche derzeit bereits im Entwurf für die Version 2.0 vorliegen. Wesentlich hiernach sind vor allem vier Prinzipien: Wahrnehmbarkeit, Bedienbarkeit, Verständlichkeit und Robustheit der Technik.

Web Content Accessiblitlity Guidelines


BITV

Darstellung