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Zwei Jungen klettern über euínen großen Zaun


| Gestalterische Grundlagen

Richtlinien für die Gestaltung beziehen sich vor allem auf farbenblinde und sehbehinderte Nutzergruppen. Einige der Richtlinien gelten oder sollten, unter Berücksichtigung von Usability-Kriterien und Nutzerfreundlichkeit, auch als Standards für Internetseiten allgemein definiert werden. Trotzdem: Die Umsetzung einer barrierefreien Seite kann aus gestalterischer Sicht einen gewissen Kompromiss darstellen, der sich jedoch im Einzelfall umgehen oder befriedigend lösen lässt. Prinzipiell gilt: Je einfacher eine Seite gestaltet wurde und je mehr sie auf Schmuckelemente verzichtet, desto geringer ist der Aufwand für die barrierefreien Anpassungen.

Layout und Grunddesign

Inhalte sollten so auf der Seite verteilt sein, dass sie auch als Teilbereiche verständlich und möglichst in sich geschlossen wahrgenommen und ggf. auch angewählt werden können. Dies gilt im einfachsten Fall bereits für unterschiedliche Bildschirmauflösungen. Trotz der weiten Verbreitung von 1024 x 768 bevorzugen gerade ältere Menschen nach wie vor 800 x 600, weil die Inhalte größer dargestellt werden.

Einen Schritt weiter gehen Großbildsysteme, die Bildschirm-Ausschnitte vergrößert darstellen. Das bedeutet, dass der Benutzer immer nur einen kleinen Teil des Bildschirms wahrnehmen kann. Ist er auf eine vierfache Vergrößerung angewiesen, so sieht er nur 1/16 des Bildschirms zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Typografie

Zudem vergrößern Sehbehinderte Schriftgrößen individuell über ihre Browsereinstellungn. Schriftgröße, -art und -farbe werden in der Regel durch Stylesheets fest definiert, so dass sie auch unter verschiedenen Browsern und auf verschiedenen Rechnern gleich dargestellt werden, d. h. gewissermaßen fest programmiert. Manche Browserversionen lassen nun eine individuelle Schriftvergrößerung nicht mehr zu. Von daher wird empfohlen Schriftgrößen nicht in Pixel- oder Punktangaben sondern vielmehr als relative Maßangaben zu definieren, die flexibel sind. Dies bedeutet jedoch, dass die Seite auch unter normalen Bedingungen falsch, bzw. nicht immer dem gewünschten Layout entsprechend wiedergegeben wird, da es durch die individuelle Schriftvergrößerung zu Verschiebungen kommen kann.

Farben & Farbkontraste

Immerhin 10 Prozent der männlichen Nutzer sind farbfehlsichtig und können Farben nur ungenügend differenzieren. Die am meisten verbreitete und bekannteste Farbfehlsichtigkeit ist die Rot-Grün-Blindheit, d. h. bei relevanten Hinweisen sollte diese Farbkombination möglichst vermieden werden. Zudem gilt es grundsätzlich z. B. Hintergrund- und Schriftfarbe möglichst kontrastreich zu definieren und so anzulegen, dass sie auch nach in einer individuellen Farbumkehrung gut lesbar sind. Und: Längere Fließtexte in weiß auf schwarzem Hintergrund sind trotz des hohen Kontrasts zu meiden, da diese Kombination Flimmern erzeugt.

Bilder & Grafiken

Für blinde Nutzer bilden Grafiken & Bilder, für die keine oder eine sinnlos beschreibende Textalternative zur Verfügung gestellt wird, die höchsten Barrieren. Dazu gehören:
  • Überschriften und Logos die als Textgrafiken eingebunden werden, ebenso wie Navigationsgrafiken in der Menüleiste. Von Content Management Systemen betriebene Seiten verzichten in der Regel bereits auf solche Grafiken, da auch diese Elemente editierbar sind. Will man aus gestalterischen Gründen (Einbindung der Hausschrift etc.) nicht darauf verzichten, wird ein gleich lautender "Alttext" in Systemschrift angeboten.
  • Unverzichtbare Schmuckelemente oder sog. Blindgifs, die als Abstand- oder Platzhalter eingesetzt werden, um das Layout zu unterstützen, sollten so bezeichnet werden, dass der Blinde beim Auslesen des Alttextes nicht verwirrt wird bzw. diese im besten Fall einfach ignoriert werden.
  • Hinzu kommen Abbildungen wie Fotos, Illustrationen und Diagramme, die auch inhaltliche Informationen übermitteln können. Prinzipiell ist die Eingabe eines erklärenden Alternativtextes in unbegrenzter Länge möglich. Da dieser jedoch per Mouse-Over für alle Nutzer sichtbar wird, bleibt abzuwägen ob eine kurze Beschreibung ausreicht oder eine detaillierte Erklärung integriert werden soll.

Anm.: Auf diesen Seiten wurde bei Bildern ohne inhaltliche Relevanz bewusst auf sinnlose Alternativtexte verzichtet und diese so eingerichtet, dass sie in der Ausgabe ignoriert werden, damit sich der Blinde auf den Inhalt konzentrieren kann. 


Darstellung

Skalierbarkeit von Schriften

Der Browser ermöglicht es, die Größe der Schriftdarstellung zu ändern. Probieren Sie es doch einfach mal aus! Beispielsweise im Microsoft Explorer Menü unter "Ansicht-Schriftgrad".